| Secoya Info Nr. 1 (deutsch) |
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| Écrit par Pascal Daniel Angst |
| Lundi, 17 Mars 2008 00:00 |
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Liebe Freundinnen und Freunde, Selbstverständlich seid ihr immer herzlich dazu eingeladen, kritisch nachzufragen, ausführliche Informationen zu verlangen, aber auch die Informationen zu verbreiten, wo es euch möglich ist. Denn es ist ein wichtiges Anliegen der Secoya, E-Changers und meiner selbst, den Kampf der indigenen Völker hier im abgelegenen Amazonas in die Welt hinauszutragen - den Kampf für die vielleicht einzige heute noch im Einklang und Gleichgewicht mit der Natur stehende Lebensform.
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Secoya Info No 1 SecoyaVergangene Woche feierte die Secoya die offizielle Publikation der Vereinbarung mit der „Nationalen Stiftung für Gesundheit“ - Der Hauptsitz der Secoya ist gemietet. Die Besitzerin ist beim Elektrizitäts- und Wasserwerk und bei der Steuerbehörde verschuldet, was uns schon mehrfach Probleme eingebracht hat, wie z.B. eine Wassersperrung, die erst im letzten Moment von der Secoya verhindert werden konnte. Darüber hinaus, beschloss die Besitzerin kürzlich, die Miete heraufzusetzen. Als Reaktion begann die Secoya, eine neue Bleibe zu suchen. Diese wurde noch im letzten Jahr gefunden, Pläne ausgearbeitet, es fehlten nur noch eine paar kleine Bauarbeiten. Nach der ersten Anzahlung verschwand jedoch der Hausbesitzer plötzlich. Nach drei Monaten vergeblicher Suche gab die Secoya das Haus auf und fand bald ein neues, schöneres und grösseres. Fehlt nur noch die Verhandlung über Preis und Mietbedingungen. Auf lange Dauer wird die Secoya jedoch versuchen, ein eigenes Haus zu kaufen, um der Abhängigkeit vom Vermieter zu entgehen und die Organisation zu stabilisieren.
E-ChangerNoch habe ich keine eigene Wohnung gefunden, aber wenigstens ein eigenes Zimmer: ich wohne jetzt im schön renovierten Büro von Silvios Haus, wo ich meine Hängematte (mit Moskitonetz) aufgehängt habe. Auch habe ich ein neues Velo gefunden, welches mir die Erkundung von Manaus erleichtern wird. Zwar regnet es zur Zeit ständig, aber der Regen ist wenigstens warm. Nur mein Allerwertestes muss sich noch an die vielen Löcher und Gräben in den Strassen gewöhnen. Die Secoya arbeitet für die Gesundheit der Yanomami, und meine primäre Arbeit dieser Tage ist der Kampf gegen die Viren, Würmer und anderen digitalen Tierchen, die unsere Computer attackieren. Die erste Schulung für meine Krankenpfleger-Kollegen und Kolleginnen wird demnach wohl ein Computergesundheitskurs sein.
Das Fest der Yanomami (Teil 2)Manatom të kp ha kõpon ai a xapono ha, pata të pë iha të kp himou. Të m ha harurn, pata pë ã wayou xoao. Të m ha harurn harika pë xurukou henao, h tëhë pë huu xoao, h tëhë, ahetea pë mikeyoruu, ha pauxi pë ta xoahe, hoko si pë, ara texina pë katehahe, h tëhë, pë rë rurupouwei a kõa xomapei, xapono ham. Heniyom yama k kõo tëhë, pãxo yama ãhe tapra xoarayou, h tëhë, yama ãhe yehia xoao hër, ahete ha yama k ha roikun yama k yãmou xoao, h tëhë yama k husi heamou, yama k warou xokei, xapono a ham, h tëhë, pata të hatop nahi ha, yama pë pãxo ãhe praa xoao, h tëhë, ka wakë hetu ha yama pê yauamahe. Pë rë heniyom rë hunowei pë amoamou he haruu, huya pë xo. Yama k praa ha maprarun, kurata yama u k koa xoao, yama k pëtmayou, h tëhë, mi titi ha yama k wayamou. Wenn wir von der kollektiven Jagd zurückkehren, machen wir das banacu (in Blätter eingewickeltes Wild) und tragen es zurück, dann setzen wir uns um das Gemeinschaftshaus um uns zu bemalen. In diesem Moment pfeifen wir und bilden eine Schlange um das Gemeinschaftshaus herum, im Innenhof. Danach legen wir das Paket auf den Boden des Hauses des Familienanführers des Toten. Wir hängen das Wild über das Feuer. Die, die an der gemeinsamen Jagd teilgenommen haben, singen am Abend mit den jungen Männern. Erst wenn die Jäger zurück sind, kommen die Gäste zum Gemeinschaftshaus. Die Frauen, die Kinder, die erwachsenen Gäste schmücken sich, legen die weissen Federn auf den Kopf, bemalen sich; in diesem Moment schreien sie und bilden eune Schlange um ihre Ankunft im Gemeinschaftshaus anzukündigen. Dann tanzen sie, die Kinder treten zuerst ein, dann die Frauen, die jungen Mädchen, die Anführer, alle zusammen, ein paar junge Männer spielen Flöte, in einigen Gemeinden zerbrechen die Gastgeber die Flöten der Gäste. Wenn wir den Tanz beenden, essen wir den Bananenbrei, wir reichen ihn uns gegenseitig bis zur Sättigung. Am Abend führen wir das „wayamou“ Ritual aus. (Bericht des 7. Ausbildungskurses der Yanomami-Lehrer, November 2007)
Das Indigene BrasilienAm Dienstag, den 11. März 2008 räumte die Polizei eine Landbesetzung in der Peripherie von Manaus. Dies wäre an sich nichts Spezielles, wenn nicht auch Indianer unter den Besetzern gewen wären, und wenn die Polizei nicht mit extremer Härte vorgegangen wäre. Unter den 400 Familien der „Lagoa Azul“ befanden sich Indianer von sieben Ethnien: tikuna, tukano, dessana, sateré-maué, kanamarí, cocama und baniwa. Die heftige Aktion der Polizei führte zu internationaler Beachtung, und damit zu einer stärkeren Aufmerksamkeit der lokalen Medien und Politik. In Manaus wohnen geschätzte 25'000 Indianer, die meisten an der Peripherie und in extremer Armut. Die Indianer, die in die Hauptstadt kommen, haben keine Chance, sich in die lokale Wirtschaft und Kultur einzufügen, und gleichzeitig verlieren sie ihre Kultur und ihre Identität. Der Exodus der Indianer begann in den 70er Jahren, zusammen mit dem ruralen Exodus und verursacht durch die Konzentration der Wirtschaft und der Infrastruktur des Staates in Manaus. Der Staat schaffte es nie, die landwirtschaftliche und extrativistische Produktion aus den anderen Regionen aufzuwerten, noch die industrielle Produktion zu dezentralisieren. Nach dem Räumungsskandal, fordert nun die Bevölkerung Lösungen, und die Politiker versprechen sie schnell. Die „Staatliche Stiftung für die Indigenen Völker“ des Teilstaats Amazonas -FEPI, will ein Lokal mitsamt sozialer Infrastruktur für die Indianer der Peripherie bereitstellen. Die Regierung des Teilstaats Amazonas und die Zentralregierung versuchen, die Indianer von den landlosen Bauern zu trennen und Programme zur Fixierung der Indianer in ihrer angestammten Region aufzubauen. Die Secoya arbeitet schon seit zehn Jahren mit diesem Ziel. Leider tut es die brasilianische Politik nur gerade für einen kurzen Augenblick jeweils nach einem Skandal. (Zeitung « A Crítica » von Manaus und Secoya) |
Denise : "Somos todos anjos de uma asa só... Precisamos nos abraçar para voar."Denise était coopér-actrice E-Changer au Brésil de 1998 à 2009 . Elle a travaillé huit ans au Secteur des Droits de l'Homme du Mouvement des Paysans Sans Terre (MST) avant de changer en 2006 au Conseil Indigeniste Missionaire (Cimi). Actuellement elle travaille comme avocate au Cimi. Denise habite avec ses trois enfants à Brasília et se réjouit de votre contact. |
![]() Secoya : Service et Coopération avec le Peuple YanomamiLa Secoya est une association non gouvernementale amazonienne créée en 1990 qui développe ses activités pour et avec les indiens Yanomami (au Brésil). La Secoya fournit un appui pour garantir la survie des indiens Yanomami dans le respect de leur dignité au sein de leur territoire. Visitez la Secoya en Amazonie. |